1907-1912
 
Im Sommer 1907 kamen in Wickrathhahn einige sportliche M├Ąnner im Sinne Turnvater Jahns zusammen, um einen Turnverein zu gr├╝nden. Bis zum Winter wurden Statuten und die Turnordnung aufgestellt und am 3.Dezember 1907 vom B├╝rgermeister der Gemeinde Wickrath gutgehei├čen und unterzeichnet. Der Verein schloss sich noch im gleichen Jahr dem Gladbacher Turngau an. Zum ersten Vorsitzenden waren Heinrich Grams und zum ersten Turnwart Wilhelm Wei├čen gew├Ąhlt worden.
Die Turn├╝bungen bestanden damals aus einer Mischung von Ger├Ąteturnen, Frei├╝bungen, Balance├╝bungen, Keulenschwingen, Gewichtheben und Leichtathletik.
Geturnt wurde zuerst im Saal Kaumanns (jetzige Brinkmannstra├če), sp├Ąter im Saal der Gastst├Ątte Allwicher.
Bereits in den ersten Jahren nach der Gr├╝ndung konnten viele Turnfeste, u.a. in Duisburg und D├╝sseldorf, besucht werden. Dabei errangen einige Turner schon sehr gute Erfolge.
Die Statuten und die Turnordnung regelten das Vereinsleben f├╝r heutige Verh├Ąltnisse sehr streng. Es wurde aber gro├čer Wert auf die geselligen Zusammentreffen der aktiven und passiven Mitglieder gelegt.
 

1912-1923/24

Einige Jahre nach der Gr├╝ndung kam der Wunsch nach einer Vereinsfahne auf. Im Jahre 1912 war es dann soweit: Am 18. Mai konnte die neue Fahne durch einen Vertreter des Gladbacher Turngaus geweiht werden. Die Vorderseite der Fahne zeigt auf Samt den Vereinsnamen, das Gr├╝ndungsjahr und die vier ÔÇ×F" f├╝r frisch, fromm, fr├Âhlich, frei, den Wahlspruch aller Turner.
Die R├╝ckseite ist aus Seide gefertigt und zeigt das Bildnis von Turnvater Friedrich Ludwig Jahn und den Turnerspruch. Das Geld f├╝r die Fahne wurde durch Spenden zusammengetragen. Mit Festumzug, Gedichten, Schauturnen, Theaterspiel und Tanz wurde damals die Fahnenweihe geb├╝hrend gefeiert. Der Verein hatte 1912 schon 70 Mitglieder, davon siebenunddrei├čig aktive Turner. W├Ąhrend des 1. Weltkrieges wurden viele Turner zum Wehrdienst eingezogen. Der Turnbetrieb wurde eingeschr├Ąnkt. Leider kamen einige Turner nicht mehr aus dem Krieg zur├╝ck. Nach dem Krieg ging es langsam wieder bergauf. Bereits 1920 nahmen die Turner am Bezirkssportfest in Wickrath teil.
 

1924-1929

Ungef├Ąhr 1923/24 wurde innerhalb des Turnvereins eine Handballabteilung gegr├╝ndet. Der Verein nannte sich nun ÔÇ×Turn-und Spielverein Wickrathhahn".
Der Gutsbesitzer Hermann Noell vom Priorshof stellte gegen eine geringe Pacht eine Wiese als Sportplatz zur Verf├╝gung. Die Instandsetzung ├╝bernahmen die Spieler.
In Wickrathhahn wurde begeistert und mit gutem Erfolg Handball gespielt. 1927 wurde die Seniorenmannschaft Gruppenmeister in der B-Klasse.
Die Turner und Leichtathleten nahmen in diesen Jahren an vielen Wettk├Ąmpfen teil.
Bis zum Herbst 1929 wurde in Wickrathhahn Handball gespielt....


1929-1934
 
Erz├Ąhlungen berichten von einer Schl├Ągerei in M├╝lfort, nach der die Mannschaft ÔÇ×lebensl├Ąnglich" gesperrt wurde. Dies war das Ende der Handballabteilung, aber kurz davor wurde eine Fu├čballabteilung zusammengestellt und das erste Spiel am 29. August gegen SV Venrath (1:1) ausgetragen. Als ÔÇ×Deutsche Jugendkraft" (DJK) spielten mehrere Senioren-und Jugendmannschaften.
Oft konnte aber nur mit einer Mannschaft der Spielbetrieb aufrechtgehalten werden. Aber diese Mannschaft zeigte dann auch was sie konnte. Schon nach der Saison 1929/30 wurden sie B-Klassen-Meister und nach der Saison 1930/31 waren sie A-Klassen Meister.
In den Sommermonaten durfte damals weder Handball noch Fu├čball gespielt werden. Das war dann die Zeit der Turner und Leichtathleten. Jetzt wurden deren Wettk├Ąmpfe ausgetragen.
Im August 1930 konnte in Wickrathhahn ein ÔÇ×Bezirkswerbesporttag" der Leichtathletik veranstaltet werden. Daf├╝r musste aber in den Monaten vorher in Eigenleistung mit gro├čer M├╝he der Fu├čballplatz mit einer 320 m langen Laufbahn umgeben werden und eine Weit- und Hochsprunggrube angelegt werden. 250 Leichtathleten starteten und boten vor gro├čer Zuschauerkulisse spannende Wettk├Ąmpfe.
Unter dem Vorsitzenden Josef B├Ąumer und der geistlichen Leitung des Pfarr-Rektors H. Ruffini hatte DJK und Turnverein einen guten Start in die 30er Jahre.


1934-1945

Fu├čball, Leichtathletik und Turnen kamen miteinander gut aus. Als 1934 die Deutsche Jugendkraft aufgel├Âst wurde, erhielt der Verein den Namen:

ÔÇ×F.C. Blau-Wei├č Wickrathhahn"

Aber noch bis in die 50er Jahre hinein wurde die Kasse der Turnabteilung getrennt von der der Fu├čballabteilung gef├╝hrt.
1935 erwarb Willi Riede den ├ťbungsleiterschein und ├╝bernahm die Leitung der Turn-und Leichtathletikabteilung.
Zu dieser Zeit spielten bereits zwei Senioren- und zwei Jugendmannschaften Fu├čball. Das ├Ąnderte sich erst mit Ausbruch des Krieges. Viele gute Spieler wurden eingezogen. Ab 1940/41 spielte Wickrathhahn zusammen mit Wickrath, Wickrathberg und Wanlo in der "Kriegsspielgemeinschaft Wickrath".
Wickrathhahns meistgenannte Spieler in den Zeitungen waren Willi Speckens, Franz Allwicher und Hermann Schmitz.
Die Mannschaft wurde Meister in Ihrer Klasse, nach dem Krieg stieg nur Wickrath in die Bezirksklasse auf.
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